„Wandern ist die vollkommenste Art der Fortbewegung, wenn man
das wahre Leben entdecken will. Es ist der Weg in die Freiheit.“
Elizabeth von Arnim (1866 -1941)
Autorin des Romans „Elizabeth auf Rügen“
Unser Verein – der Wanderfreunde SBG Rügen e.V. – wurde am 24. November 1990 gegründet und hat seinen Sitz im Ostseebad Sellin. Die Buchstaben SBG stehen für Sellin, Baabe und Göhren, wobei unsere Mitglieder längst nicht mehr nur aus den drei genannten Gemeinden kommen, sondern aus nahezu allen „Ecken“ der Insel Rügen.
Als Mitglied des Deutschen Volkssportverbandes gehören wir zum DVV-Landesverband SH/HH/MV. Unsere aktuell rund 60 Vereinsmitglieder wandern aus Freude an der Natur, am Kennenlernen von Land & Leuten und zur Pflege der Geselligkeit. Dabei hält unser wechselnder Aktivitätenplan für Jeden etwas bereit.
Absolutes Highlight im Terminkalender sind natürlich unsere Geführten IVV-Wanderwochen Rügen. Im Mai 2026 führen wir die inzwischen 36. Wanderwoche durch. Mehr Infos …
In der folgenden Präsentation anlässlich unseres 35jährigen Vereinsgeburtstages halten wir Rückschau auf gemeinsame Erlebnisse, unvergessene Meilensteine und immer wieder schöne Emotionen.
Liebe Wanderfreunde, liebe Freunde und Förderer des Vereins!
35 Jahre sind eine beträchtliche Wegstrecke. Geboren in der Euphorie der Wendezeit, war und ist unser Verein „Wanderfreunde Sellin-Baabe-Göhren Rügen“ der erste und weiterhin einzige im DVV organisierte Wanderverein auf Rügen. Eben ein echter „Leuchtturm“ fürs Wandern auf unserer Insel.
Und was haben wir in dieser Zeit nicht alles erlebt! Wie viele wunderbare Touren auf unserer Insel und weit darüber hinaus wurden unternommen, wie viele Klön-Abende und Grillfeste organisiert sowie produktive Arbeitseinsätze rund um unser Wanderheim gemeistert!
Bestens in Erinnerung sind auch die zahlreichen Begegnungen mit interessierten Wanderern und Gästen während unserer Geführten Wanderwochen auf Rügener Routen. Nicht zuletzt traten wir bei gesellschaftlichen Ereignissen und Veranstaltungen im Territorium als Verein nachhaltig in Erscheinung.
Weil Ein- und Austritte von Beginn an sorgfältig dokumentiert wurden, wissen wir, dass Fluktuation in unserem Verein kaum eine Rolle spielt. Anfang 2025 sind wir gerade mal bei den Mitgliedsnummern 165 und 166 angelangt – bemerkenswert für 35 Jahre Vereinsgeschichte. Über größeren Zulauf konnten wir uns besonders in den letzten Jahren freuen. Von 2022 bis heute erhielten wir durch 23 „Neue“ Verstärkung 😊
Das spricht für uns, für unsere Gemeinschaft, für unsere Aktivitäten – und nicht zuletzt für die gute und kontinuierliche Arbeit der Vorstands-“Besatzung“. Am 13. Februar 2016 wurde in der Pension „Am Meer“ in Baabe eine Leitung gewählt, die im Großen und Ganzen bis heute Bestand hat. Karin Probst und Uwe Hinzmann, beide seit 1990 dabei, sorgten für Kontinuität, dazu kamen Christiane Ewald, Dagmar Röhl und Sabine Sakuth. Und als die eine Karin aus Altersgründen ausschied, wurde sie durch eine andere – Karin Pisch – ersetzt, dazu gesellte sich als Sechste in der Vorstandsriege Jorana Payer
Allen ehemaligen und heutigen Vereinsmitgliedern gebührt ein herzliches DANKE für die unermüdliche Einsatzbereitschaft! Unser Dank geht gleichfalls an die DVV-Vorstände sowie alle anderen Freunde und Förderer für die uns erwiesene Unterstützung!
Wandern ist wirklich die vollkommenste Art der Fortbewegung. Lasst uns gemeinsam dieser Art treu bleiben – mindestens für die nächsten 35 Jahre!
Sabine Sakuth, Vorsitzende und Dr. Wolfgang Probst, Ehrenvorsitzender
Sechs Fragen an … die Urgesteine unseres Vereins

Dr. Wolfgang Probst
- Meine Lieblingsaufgabe im Verein war die Koordination aller Aufgaben; die Leitung des Vereins sah ich dabei immer in Verbindung mit dem Blick auf Gesundheit für alle, durch Bewegung in der Natur.
- Der schönste Ort, an dem ich mit dem Verein war: vielleicht Wernigerode; aber auch die Fahrt nach Potsdam/Werder hat mir sehr gut gefallen. Und gern bin ich auch auf unserer Halbinsel Mönchgut.
- An unserem Wanderverein mag ich am meisten, dass sich hier Gleichgesinnte treffen, die produktiv etwas tun für die Gesundheit vieler und den Erhalt der Natur.
- Das stressigste für mich war die Anfangszeit, als es darum ging, die richtigen Organisationsformen zu finden, mit Unterstützung der Wanderfreunde aus Hamburg und Schleswig-Holstein.
- Wenn ich an unseren Verein denke, fällt mir als erstes ein, dass wir weiterleben werden – auch wenn wir nur der einzige DVV-Verein in unserem Bundesland sind.
- Mein Lebensmotto: Wer kämpft, kann verlieren, wer aber nicht kämpft, hat schon verloren.

Karin Probst
- Meine Lieblingsaufgabe im Verein waren die Verwaltung der Finanzen und die Protokollführung. Bei vielen Wanderwochen war ich auch als Wanderleiterin aktiv, manchmal habe ich sogar extra Urlaub dafür genommen.
- Der schönste Ort, an dem ich mit dem Verein war: Da fällt mir sofort ein Südtirol, wohin unsere erste große Vereinsreise führte. Ich erinnere mich aber auch gern an Touren hier auf unserer Insel, zum Beispiel an jene nach Neuenkirchen und zum Grümbke-Turm – eine Gegend, in die man ja sonst kaum kommt.
- Am meisten mag ich an unserem Wanderverein die Kontinuität in der Vorstands-arbeit sowie die Kameradschaft, Hilfsbereitschaft unter uns Gleichgesinnten. Einen Verein über 35 Jahre am Leben und Wachsen zu halten, ist nicht selbstverständlich.
- Stressig für mich war die Kilometer-Hascherei bei den Wanderwochen, wenn wir zwischen einigen Teilnehmern und uns als Organisatoren schlichten mussten. Da wurde manchmal um einen, um zwei Kilometer in der Abrechnung gefeilscht.
- Wenn ich an unseren Verein denke, fällt mir als erstes ein: eine intakte Familie, unterschiedliche Typen, aber volle Verlässlichkeit. Ein sicherer Hafen ist der Verein.
- Mein Lebensmotto: Aufgeben ist keine Option!

Uwe Hinzmann
- Von Anfang an arbeitete ich im Vorstand des Vereins mit und fühlte ich mich hauptsächlich für unser Wanderheim verantwortlich. Ich möchte alles dafür geben, dass es uns noch lange erhalten bleibt.
- Wir sind einmal nach Südtirol mit dem Bus gefahren. Das war wunderbar.
- Was ich an unserem Wanderverein am meisten mag, sind die geselligen Zusammenkünfte. Wenn gegrillt wird und allerlei Leckeres auf den Tisch kommt. Auch die Bereitschaft vieler Wanderfreunde, sich bei der Organisation der Wanderwochen einzubringen, ist toll.
- Das Stressigste für mich war, als wir einmal eine Wanderwoche mit einem Wandermarathon begonnen hatten. Ich war dafür verantwortlich, die Verpflegungsstationen zu beliefern. Das hat mich damals doch ziemlich ins Schwitzen gebracht.
- Was fällt mir als erstes ein, wenn ich an unseren Wanderverein denke? Natürlich bin ich da wieder bei unserem Wanderheim. Ich weiß noch, in welchem Zustand wir es vom Taubenzüchterverein übernahmen. Da war nur ein kleiner Kachelofen drin. Alles, was man heute sieht, entstand in Eigenleistung. Nur das Dach wurde einmal von einer Firma gedeckt. Und wenn ich an die Wanderwochen denke, bin ich stolz darauf, dass alles, was wir da erwirtschaften, uns allen zu Gute kommt.
- Mein Lebensmotto: Es gibt nichts Gutes außer man tut es!

Gertrud Müller
- Von unserer ersten Wanderwoche an kümmerte ich mich um die Anmeldungen. Das war eine wichtige Arbeit und hat mir sehr viel Spaß gemacht.
- Ich reise sehr gerne und da fällt es mir nicht so leicht, den schönsten Ort zu nennen, weil es ja überall schön ist. Sehr gerne denke ich an unsere Fahrt nach Tirol und daran, wie wir Wolfgang Probst immer wieder zum Tanzen aufgefordert haben, bis er kaum noch konnte. Großen Spaß hat auch die Vereinsfahrt auf die Insel Neuwerk gemacht.
- Da ich eigentlich immer in Bewegung war und bin, ist das für mich natürlich auch hier im Verein am Wichtigsten. Leider sind die Angebote an kurzen Strecken im Plan kaum enthalten und auch Radtouren fehlen mir. In erster Linie mag ich in unserem Wanderverein jedoch den wirklich prima Zusammenhalt.
- Das Stressigste für mich? Da weiß ich nichts, denn für mich ist soweit alles in Ordnung.
- Was fällt mir als erstes ein, wenn ich an unseren Wanderverein denke? Unsere regelmäßigen Veranstaltungen natürlich! Wir haben doch immer viel Spaß bei unseren gemeinsamen Aktivitäten.
- Mein Lebensmotto: Genieße das Leben!

Margot Schulz
- Meine Lieblingsaufgabe war die Wanderleitung speziell in den Wanderwochen. Die langen Strecken betrugen viele Jahre 20 und mehr Kilometer. Da „sammelte“ ich in den fünf Tagen auch schon mal 108 Kilometer…
- Der schönste Ort, an dem ich mit dem Verein war, liegt in Österreich: 2006 nahm ich mit anderen Vereinsmitgliedern an der Wander-WM in Schladming teil. Das waren unvergessene drei tolle Tage dort in den Alpen. Gern erinnere ich mich aber auch an die Fahrt nach Dresden sowie an die Radtouren im Nachbarland Polen.
- Ich mag am meisten den Zusammenhalt untereinander, die Verlässlichkeit und die gute Organisation von Touren und Fahrten.
- Das Stressigste für mich war … – da fällt mir nichts ein; ich habe mich im Verein immer wohl gefühlt und mit Optimismus alle Klippen bewältigt.
- Das Wandern in unserem Verein und die schönen Unternehmungen sind ein fester Teil meiner Freizeitgestaltung geworden. Viele neue Freundschaften wurden geschlossen. Ich möchte diese Zeit nicht missen.
- Mein Lebensmotto: Aufgeben ist keine Option, man muss sich im Leben durchkämpfen. Das hat mir der Sport beigebracht, der ein Großteil meines Lebens ausmachte; ich war Mathe- und Sportlehrerin und spielte neun Jahre Handball. Da musste man auch manche Niederlage einstecken. Und noch ein Motto habe ich: Sei dankbar für die kleinen Dinge, für alle kleinen schönen Momente im Leben.

Gisela Eichstaedt
- Ich habe immer mit viel Spaß und Freude am Vereinsleben teilgenommen. Aufgaben, wie die Gestaltung der Chronik und auch das Führen von einigen Wanderungen habe ich gerne übernommen.
- Der schönste Ort, an dem ich je war, ist wirklich schwer zu sagen. Aber eigentlich ist es ja auf unserer Insel am Schönsten. Da denke ich gerne an Wanderungen auf dem Hochuferweg vom Königsstuhl bis nach Sassnitz bei schönstem Sonnenschein.
- Was ich an unserem Wanderverein am meisten mag, ist, dass hier alle willkommen sind. Auf unseren Wanderungen und bei Treffen im Wanderheim schätze ich vor allem die interessanten Gespräche, die man führen kann.
- Das Stressigste für mich war … Die Aufgaben, die ich zwischenzeitlich als kommissarische Vereinschefin übernahm, fand ich schon sehr herausfordernd.
- Was fällt mir als erstes ein, wenn ich an unseren Wanderverein denke? Wir sind ein toller Verein mit einem guten Zusammenhalt. Alle bringen sich nach ihren Möglichkeiten ein.
- Mein Lebensmotto? Da habe ich gleich Zwei: Wenn du einmal traurig bist, umarme eine Katze! Und: Was ich selber denk und tu, trau ich auch andern zu.

